Branchenausflug nach Konstanz: Blick hinter die Kulissen der Südkurier Logistik
- Aline Küenzler

- vor 6 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Das Team der Südkurier Logistik öffnete für die Gäste seine Türen und gewährte einen spannenden Einblick in den Betrieb. Bei einem Rundgang durch Werkstatt und Fahrzeugflotte wurde deutlich, wie unterschiedlich Lastenvelos-Konzepte für den Kurier-Alltag sein können.
Ein besonderes Highlight stellte die Möglichkeit dar, das vierrädrige Lastenfahrzeug Mubea selbst Probe zu fahren. Das Fahrzeug sorgte für angeregte Diskussionen über neue Fahrzeugkonzepte und deren Einsatzmöglichkeiten in der urbanen Logistik.
Ebenso spannend war der Blick hinter die digitalen Kulissen. Die Mitarbeitenden präsentierten ihre Software für die Touren- und Personaleinsatzplanung und zeigten, wie Fahrerinnen und Fahrer, Fahrzeuge und Aufträge koordiniert werden. Der Austausch über Prozesse und IT-Lösungen bot den Teilnehmenden zahlreiche Anregungen für die eigene Praxis.
Eine Besonderheit an der Schweizer Grenze
Eine echte Ausnahme stellt die grenzüberschreitende Zustellung der Südkurier Logistik dar. Während sich Zollstellen für den Warenverkehr normalerweise auf Autobahnen befinden und für Lastenvelos kaum erreichbar sind, verfügt das Unternehmen über eine Sondergenehmigung. Dadurch kann eine ausserhalb der Autobahn gelegene Zollstation mit dem Lastenvelo angefahren werden. Diese Möglichkeit erlaubt es, Sendungen direkt per Cargo-Bike zu verzollen und anschliessend weiter auszuliefern, ein in der Region einzigartiges Modell.
Vom Zeitungsausträger zur Citylogistik
Die Südkurier Logistik ist Teil des Medienhauses Südkurier. Mit dem Rückgang der gedruckten Tageszeitungen verändert sich auch das Geschäftsmodell des Unternehmens. Statt ausschliesslich Zeitungen zu verteilen, setzt die Logistik zunehmend auf Dienstleistungen in der Citylogistik.
Dabei profitiert das Unternehmen von einem über Jahrzehnte aufgebauten Know-how: Die detaillierte Kenntnis der Zustellgebiete, eingespielte Touren sowie die Erfahrung in der täglichen Feinverteilung bilden eine wertvolle Grundlage für neue Logistikangebote. Dieses Wissen wird heute genutzt, um Waren und Sendungen effizient auf der letzten Meile zu transportieren.
Wertvoller Austausch über Grenzen hinweg
Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter von Velokurier- und Hauslieferdiensten aus der ganzen Schweiz – von Lugano bis Basel und von Thun bis St. Gallen. Die breite geografische Vertretung zeigte eindrücklich, wie stark das Netzwerk wächst und wie wertvoll der persönliche Austausch über Sprach- und Kantonsgrenzen hinweg ist.
Der Branchenausflug bot den Mitgliedern von VVLS und ACCS die Gelegenheit, innovative Lösungen aus nächster Nähe kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. Gerade der Blick auf unterschiedliche Betriebsmodelle und organisatorische Ansätze liefert wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Velologistik in der Schweiz.
Der Verband lebt! Das Engagement der Teilnehmenden, die offenen Diskussionen und die grosse Bereitschaft, Erfahrungen zu teilen, machten den Ausflug einmal mehr zu einem gelungenen Anlass. Ein herzlicher Dank gilt dem gesamten Team der Südkurier Logistik für den offenen Empfang, die spannenden Einblicke und den inspirierenden Austausch.


















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